Medizinische Indikation · Zürich Enge
Chronische Migräne
Bei chronischer Migräne kann eine vorbeugende Behandlung die Zahl und Schwere der Kopfschmerztage verringern. Sie wirkt nicht im Anfall, sondern setzt vorher an — und ist an eine klare Diagnose gebunden.
Diese Behandlung ist ausschliesslich bei chronischer Migräne vorgesehen — üblicherweise definiert als mindestens 15 Kopfschmerztage pro Monat über mehr als drei Monate, davon mindestens acht Migränetage. Bei episodischer Migräne ist sie nicht angezeigt. Die Diagnose wird in der Regel neurologisch gestellt. Abgerechnet wird privat — eine Abrechnung über die Grundversicherung ist bei uns nicht möglich.

Auf einen Blick
- Behandlungsdauer
- 30–45 Minuten
- Ausfallzeit
- Keine
- Ergebnis sichtbar
- 2–4 Wochen
- Haltbarkeit
- Etwa 12 Wochen
- Kosten ab
- CHF 890
Anwendungsbereiche
Wofür diese Behandlung geeignet ist
- Chronische Migräne mit mindestens 15 Kopfschmerztagen pro Monat
- Davon mindestens acht Tage mit Migränecharakter
- Unzureichendes Ansprechen auf vorbeugende Medikamente
- Unverträglichkeit oder Nebenwirkungen bisheriger Prophylaxe
Wirkweise
Wie die Behandlung wirkt
Die Injektionen werden in definierte Muskelgruppen an Stirn, Schläfen, Hinterkopf und Nacken gesetzt. Nach heutigem Verständnis wird dadurch die Freisetzung schmerzvermittelnder Botenstoffe an den Nervenendigungen verringert und die Reizschwelle angehoben, ab der ein Anfall ausgelöst wird. Der Effekt ist vorbeugend und baut sich über Wochen auf.
Ablauf
Der Behandlungsablauf
Grundlage ist ein festgelegtes Injektionsschema über mehrere Muskelgruppen an Kopf und Nacken — deutlich umfangreicher als eine ästhetische Behandlung. Eine Sitzung dauert etwa 30 bis 45 Minuten und wird alle zwölf Wochen wiederholt. Ob die Behandlung anspricht, lässt sich meist erst nach zwei vollständigen Zyklen beurteilen; dafür führen Sie zwischen den Terminen ein Kopfschmerztagebuch.
Nachsorge
Nach der Behandlung
Aufrechte Haltung für einige Stunden, keine Massage der behandelten Regionen, kein Sport und keine Sauna am Behandlungstag. Führen Sie Ihr Kopfschmerztagebuch weiter — es ist die Grundlage, auf der wir über die nächste Sitzung entscheiden.
Risiken und Nebenwirkungen
Schmerzen an den Einstichstellen, Nackensteifigkeit und ein vorübergehendes Schwächegefühl der Nackenmuskulatur sind die häufigsten Nebenwirkungen. Möglich sind ausserdem Kopfschmerzen nach der Behandlung sowie ein vorübergehendes Absinken der Augenbraue oder des Oberlids.
Gegenanzeigen
Nicht geeignet bei bestimmten neuromuskulären Erkrankungen, in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Infektionen im Behandlungsbereich. Bei episodischer Migräne ist die Behandlung nicht angezeigt — hier ist ein Nutzen nicht belegt.
Fragen zur Behandlung
Häufige Fragen
Ab wann gilt eine Migräne als chronisch?
Üblicherweise bei mindestens 15 Kopfschmerztagen pro Monat über mehr als drei Monate, von denen mindestens acht die Kriterien einer Migräne erfüllen. Liegen Sie darunter, ist die Behandlung nicht angezeigt — auch dann nicht, wenn die Anfälle stark sind.
Hilft die Behandlung auch bei episodischer Migräne?
Nein. In den Zulassungsstudien liess sich bei episodischer Migräne kein Nutzen zeigen. Wir behandeln in diesem Fall nicht und besprechen im Gespräch, welche anderen Wege sinnvoll sind.
Brauche ich eine Diagnose vom Neurologen?
Die Diagnose der chronischen Migräne wird in der Regel neurologisch gestellt — sie ist die Grundlage dafür, dass die Behandlung überhaupt angezeigt ist. Bringen Sie vorhandene Befunde und Ihr Kopfschmerztagebuch zum Erstgespräch mit.
Wie viel wird gespritzt — und ist das im Preis enthalten?
Das Schema sieht 155 Einheiten über 31 Injektionsstellen vor. Nach ärztlicher Beurteilung können bis zu 40 weitere Einheiten dort ergänzt werden, wo der Schmerz am stärksten sitzt. Beides ist im Preis enthalten — nach Menge rechnen wir nicht ab. Ein reduziertes Schema mit weniger Injektionsstellen bieten wir nicht an, weil der Nutzen nur für das vollständige Protokoll belegt ist.
Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen kein persönliches Arztgespräch. Ob eine Behandlung für Sie geeignet ist, wird ausschliesslich im Rahmen einer individuellen medizinischen Beratung festgestellt. Inhalte medizinisch geprüft durch Barbara Matziris.
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Beratung zu Chronische Migräne
Ob und in welchem Umfang diese Behandlung für Sie geeignet ist, klären wir in einer kostenlosen Erstberatung in unserer Klinik.